Fahren mit nicht zugelassenem Anhänger

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Andreas83
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Fahren mit nicht zugelassenem Anhänger

Beitrag von Andreas83 »

Ahoi,
ich wollte folgendes in Erfahrung bringen! Der kommende Rückewagen wird wohl nicht mehr steuerfrei zugelassen werden können. Mein Jetziger fährt wohl aufgrund von Unwissenheit der Zulassungsstelle und mir mit schwarzem Folgekennzeichen rum ( ja das gibt es nicht/ ich weiss das jetzt/ die Behörde hats so abgestempelt und somit ist es mir egal - da ich das ja unwissend nicht entschieden habe).
Fahren ohne Zulassung sind 70 Euro und ein Punkt in Flensburg. Ich überlege also schwer und wäge ab! Ich muss maximal 3 km Strasse fahren - alles andere sind Wald - und Forstwege!
Sprich - werde ich angehalten muss ich das zahlen! Zugelassen kostet mich das Ganze 185 Euro pro Jahr. Versichert wird der Anhänger auf jeden Fall. Jetzt die Abwägung - 70 Euro + Punkt gegen 185 Euro pro Jahr?!
Die Frage die jetzt aufkommt lautet - ich werde angehalten wegen Fahren ohne Zulassung für den Anhänger! Die Strafe 70 Euro und ein Punkt ist klar - ist das dann Steuerhinterziehung? Ich habe den Anhänger ja nicht angemeldet und dem Staat entgeht durch mein Fahren auf öffentlichen Strassen die KFZ Steuer - was passiert denn dann? Bekomme ich Post vom Zoll wegen Steuerhinterziehung?

Gruss Andreas
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Kurt_TigerSix105
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Re: Fahren mit nicht zugelassenem Anhänger

Beitrag von Kurt_TigerSix105 »

Andreas83 hat geschrieben: 26. Juli 2022, 17:45 ..... was passiert denn dann? Bekomme ich Post vom Zoll wegen Steuerhinterziehung? .....Gruss Andreas
Hallo Andreas,
deine Frage kann ich nicht direkt beantworten. Mein kürzlicher Kontakt mit dem Hauptzollamt betraf die KFZ Steuer meines Deutz D30S mit folgendem Sachverhalt: Der Schlepper war auf meinen Opa zugelassen, weil der damals noch einen landw. Betrieb hatte. Opa starb 1992 und Papa hatte den Schlepper nicht umgemeldet und starb 2020. Wir, Erbengemeinschaft stellten das fest und meldetet 2020 den Schlepper auf mich um mit schwarzem Kennzeichen und ich zahle seit 2020 136 EUR Kfz-Steuer jährlich. Nun tatsächlich steht der Schlepper nur "dumm rum" aber für mich hat er einen idellen Wert und das lasse ich mir die Kfz-Steuer und Versicherung kosten. Dann bekam ich kürzlich einen Anhörungsbogen vom Hauptzollamt zu genau dem oben geschilderten Fall, d.h. das Haupzollamt hat gut und tief recherchiert. Ich habe dann den Anhörungsbogen genau so ausgefüllt zurück gesandt und bekam einen Steuerbescheid über 276 EUR Nachzahlung für den Zeitraum Verjährungsfrist 4Jahre ab jetzt bis zur Ummeldung 2020. Da bin ich kein Einzelfall in unserer Region. Aber es scheint das das Hauptzollamt schneller geworden ist, weil die neuesten mir bekannten Fälle erhalten Post ziemlich zeitnah dem Todesdatum des Verstorbenen, sofern der Schlepper steuerfrei angemeldet war.
Was in deinem Fall passieren wird, könnte ich mir vorstellen, kann dir vielleicht ein Rechtsanwalt entsprechender Fachrichtung professionell beantworten.
Viele Gruesse
Kurt

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