Lastangaben beim Traktor

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Andreas83
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Lastangaben beim Traktor

Beitrag von Andreas83 » 9. März 2021, 17:54

Hallo,
ich versuche seit Langem irgendwie schlau aus den Angaben auf Typenschildern zu werden aber irgendwie passt es nicht ganz. Das ist bei nahezu jedem Trecker so, den ich bisher anschauen durfte
Folgendes Beispiel:
Vordere Achslast: 1690 kg
Achslast Hinten: 3800 kg
zulässiges Gesamtgewicht: 5200 kg

1. Problem - addiere ich beide Achslasten komme ich schon auf ein höheres Gesamtgewicht als im öffentlichen Raum zulässig - 5490 kg

2. Problem - Hubkraft der Hydraulik 2800 kg - wenn ich das zulässige Gesamtgewicht des Treckers einfachhalber durch zwei Teile - bleiben für Vorder und Hinterachse je 2600 kg und ja die Last wird nicht gleichmäßig verteilt
- sprich - die Vorderachse ist schon überlastet und die Hinterachse dürfte ich gerade mal mit 1200kg zusätzlich belasten

Teilen wir nicht durch zwei und nehmen vorn die Zulässige Achslast vorn an - also 1690 kg - dann müsste die Hinterachse 3510 kg tragen - es blieben aber nur noch 290 kg Hubgewicht für hinten übrig

3. Problem - nehme ich die vollen 2800 kg Hubkraft an der Ackerschiene an - ist die hintere Achse grundsätzlich überlastet

Wie passt bei all dem Ganzen 1 und 1 zusammen? Sind die Achslasten das, was ich noch draufpacken darf - oder muss ich - wie ich annehme das Schleppergewicht noch davon abziehen?

Das Ganze trifft auch bei aktuellen Schleppern zu wobei mir da die Achslasten fehlen - siehe Fendt 1050: Leergewicht 14000 kg, maximal zulässiges Gesamtgewicht - je nach Land 21000kg und eine Hubkraft an der Ackerschiene von 12000 kg. Nach Adam Riese sind 14 und 12 aber 26 - also überschreite ich das zulässige Gesamtgewicht da schon um 4 Tonnen!

Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen?

Gruss Andreas
Eicke
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Re: Lastangaben beim Traktor

Beitrag von Eicke » 13. März 2021, 17:01

zu Problem 1 das das zGG höher ist wie in den papieren angeben,
das ist bei transportern LKW's normal.
bei den alten und bi szu letzt gebauten MB T2 serie waren z.b. VA 2,1 t und HA 3,3t macht also 5,4t technisch möglich, eingetragen waren aber nur zwischen 4,6 - 5t. da sind also immer paar hundert kg luft bis zum maximum.

problem 2, da wird wohl genau beschrieben sein in der bedinungsanleitung was wirklich gehoben werden darf maximal.
die hydraulick ist meist immer kräftiger ausgelegt wie benötigt.
nur weil sie x,x t heben könte muss das fahrzeuch es ja nicht können ?

vorallem bei den treggern soll das ja alles lange halten und nicht dauernt wegen 100% auslastung kaput gehen, da würden die werkstätten vermutlich voll sein mit defekten treckern.
Andreas83
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Re: Lastangaben beim Traktor

Beitrag von Andreas83 » 14. März 2021, 16:13

Hallo,
ja der Punkt 1 ist klar.

Bei Punkt 2 gibts dennoch Probleme!
Geht man rein nach den Achslasten - so ist die Hubkraft hinten lächerlich klein!

In der Bedienungsanleitung steht dazu rein gar nichts! Ich weiss gar nicht, wie ich mal auf die Hubkraft gekommen bin - habs wohl irgendwo im Internet gelesen.
Die Hydraulik ist sicher kräftiger ausgelegt als nötig - Aber!

Ja das Fahrzeug muss technisch dafür ausgelegt sein, da ich ja an den original Einstellungen nichts geändert habe. Ich gehe auch davon aus, das sich das Fahrzeug dabei nicht zerlegen darf.
Beispiel: Autokran - Wenn der Kran 100t heben darf , dann darf bei korrekter Benutzung das Fahrzeug dabei ja nicht einfach auseinander brechen! Die Last kann dabei auch hydraulisch gehoben werden und nicht nur per Seil.

Ich gehe also dann auch davon aus, das ein neuer Traktor - frisch aus dem Laden - bei angegebener Hubkraft an der Ackerschiene die zulässige Achslast hinten überschreitet. Entweder wird das durch Sicherheiten begrenzt oder eben bei der Konstruktion durch den Sicherheitsfaktor mit vorausgesetzt.
Ich kaufe ja auch kein Auto das 250 km/h fährt ohne das dessen Bremsen dafür ausgelegt sind ?

Gruss Andreas
Eicke
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Re: Lastangaben beim Traktor

Beitrag von Eicke » 22. März 2021, 21:37

moin

wenn die hydraulick 2,8t hebt ist die HA der kippunkt und alles nach vorne ist gegengewicht, das ligt auf der HA auch noch mit auf.
hebelkraft ist das lösungswort.
bei max 2,8t hebt der vorne noch nicht ab, oder nach bedinungsanleitung passenden gegengewichten vorne noch dran.

sieht man ja heut bei vielen großen schleppern das die bei goßen anbaugeräten teils x kg oder tonnen vorne nach dran haben damit die noch vorne auf dem boden bleiben und das gewicht vernünftig verteilt ist.

eicke
Andreas83
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Re: Lastangaben beim Traktor

Beitrag von Andreas83 » 23. März 2021, 07:44

Richtig! Aber die Achslast wird dennoch generell überschritten . Also die hinten.
Eicke
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Re: Lastangaben beim Traktor

Beitrag von Eicke » 23. März 2021, 16:35

warum ?
achse kan 3,8t,
hydraulik 2,8t
bleibt 1t üprig, luft je nach dem was dran hängt.

ist nur die frage was die achse jetzt schon trägt ? sind ja nu max angaben was die achse tragen darf, eben 3,8t und 1,6t.
was wiegt der treger so lehr ?
Andreas83
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Re: Lastangaben beim Traktor

Beitrag von Andreas83 » 23. März 2021, 19:24

Warum?
Ich antworte einfach mal geraderaus - weils so ist und auch so bleiben wird - egal wie man die Zahlen dreht! Ich schreibe hier nicht - weil ich da Unverständnis habe - sondern weils die Zahlen einfach nicht hergeben! Und das versuche ich zu verstehen! Addiere ich die bloßen Achslasten lande ich bei 5490 kg! Ziehe ich da 2800 kg als Belastung am Heck ab - komme ich auf ein Leergewicht von 2690 kg - Aber ich habe doch ein Leergewicht von ( Laut Handbuch 2930 kg)!

Es passt einfach nicht! Der Traktor hat ein Leergewicht von 2930 kg laut Bedienungsanleitung - laut Typenschild sogar mehr ( wenn ich nicht irre warens 3200 kg)!

Ich gehe nicht davon aus, das die Vorderachse 1930 kg trägt - nur damit die Hinterachse noch mit nur einer Tonne belastet wird - und auch dann hebt die Hydraulik 1,8t zuviel!!! Zumal damit die Vorderachslast schon überschritten ist! Auch da lässt sich nichts drann ändern!
Wenn man davon ausgeht, das beim Heben de 2,8 Tonnen - die Hinterachse der Kippunkt ist und der Traktor da vorne noch nicht abhebt - dann überschreite ich damit die Achslast hinten - ohne Wenn und Aber! Ich kenne dank Youtube - Videos - bei denen genau das zu sehen ist!
Dort trägt die Hinterachse sogar kurz den ganzen Traktor - weil die angehängte Winde zieht ohne Ende! Bricht der Traktor auseinander oder die Achse? NEIN - sie hält - wobei ich das nicht unbedingt probieren mag. Bzw - der Traktor wird über die drei kleinen Anhängepunkte der Winde - also die Unterlenkerbolzen und den einen Bolzen am Oberlenker - komplett angehoben!


Hebe ich also die normal möglichen Gewichte - überschreite ich damit die Achlast! Egal ob Hebelgesetz oder nicht! Der Angriffspunkt der Kraft ändert sich nicht. Hänge ich vorne Gewichte drann bleibt der Trecker länger unten - aber ich überschreite die zulässige Achslast!
Ich brauche die Info nicht für den Strassenverkehr - aber mich würden doch die Angaben interessieren.
Ich habe mit Kurt das Ganze mal für einen Deutz verglichen - fragt mich nicht, welcher das gleich war. Dort passten die Achslasten und das Gewicht zusammen - aber soweit ich mich erinnere wurde auch da die Achslast hinten beim Heben überschritten!

Bei dem ganzen Komplex - der ja einfachste Mathematik ist - kann ich die Sache auch gern mit Hebelgesetzten und Massenverteilung nachrechnen! Am Ende bleibt aber irgendwie immer das was nicht sein dürfte - laut Typenschild!

Das IST und BLEIBT auch bei neuen Traktoren der Fall!
Die Achslast beim Fendt 1050 vorn sind maximal 10 Tonnen! Laut Fendt muss ich da mit 3,3 Tonnen Frontgewicht aufpassen, das ich die 10 Tonnen nicht überschreite! Die Fronthydraulik hebt aber schon 3771 daN - also grob 3,7 Tonnen und die noch weit vor der Vorderachse! Nach dem Hebelgesetz wird damit die Last auf die Vorderachse sogar größer! Und mit den 3,7 Tonnen Hubkraft meint Fendt da den schlechtesten Angriffspunkt - im besten Falle sind es sogar 5,2 Tonnen. Bei dem gewicht ist es dann auch egal, wenn ich einen Teil der Kraft nach hinten lege.
Fakt ist - es passt nicht so recht! Und kein Hersteller dimensioniert heute Teile so über Maß - das kostet unheimlich Geld!


Achslasten und Gesamtgewicht mögen bei vielen Schleppern passen - aber die Hubkraft der Hydraulik - an der Niemand was verstellt hat - die gibt dem Ganzen immer den Rest!
Gruss Andreas
Eicke
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Re: Lastangaben beim Traktor

Beitrag von Eicke » 24. März 2021, 18:31

ok, dan scheint die hydraulik aber anscheint kräftiger zu sein wie die HA max abkann.

habe bei meinem alten Atlanta mal geschaut,
lehr 1.740
zGG 2650
VA max 900kg
HA max 1900kg

was die hydraulik kan steht auch nirgens, aber mehr wie 1t heb die, schon ausprobiert und das ja die erste version von den krafthebern.
Hydraulikpumpe l/min: 12
Heckhydraulik: MHR, ein zylinder im hydraulickkasten und nicht aussen.

wen in keiner beschreibung irgent was steht was man max an die kraftheber hängen darf ist das schon blöd.
würd ich nachfragen, wenn das geht.
Andreas83
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Re: Lastangaben beim Traktor

Beitrag von Andreas83 » 24. März 2021, 19:27

Dann machen wir doch mal eine ganz einfache Rechnung für deinen Traktor.

VA und HA ergeben ein techn. zulässiges Gesamtgewicht von maximal 2800kg - ohne die Achlasten zu überschreiten! Im Strassenverkehr musst du dann also nochmal 150kg leichter sein.

Nehmen wir das Verhältnis von VA:HA=900:1900 heisst das und das machen wir nur ungefähr 1:2!
Nehmen wir diese Verteilung auf das Leergewicht bezogen an heisst das: 1740kg leer gesamt, 580 kg davon auf der Vorderachse und 1160 kg auf der Hinterachse.

Normalerweise wäre die Hinterachse im Leerzustand noch ein wenig mehr belastet, aber ich bin kein Kommazähler!
Heisst also im Klartext HA = 1900 kg - HA(Leer)1160 = 760 kg über für den Kraftheber zu Heben!

Wenn du sagst, das der Trecker ne Tonne oder mehr hebt überschreitest du damit die HA schonmal im mind. gute 240 kg! Das Ganze AB Werk also 12% drüber!? Du hast nichts am Traktor verstellt oder manipuliert und der Traktor bricht nicht! Also woher kommen die Angaben und was bedeuten Sie?


Normalerweise sollte es doch so sein - und ich gehe da nicht auf den Strassenverkehr ein!
VA+HA= Zulässiges techn. Gesamtgewicht Darin enthalten ist schon die Hubkraft der Hydraulik.

Beim Fendt 1050 hatte ich ja schon geschrieben, das eine Überlast von 4 Tonnen mgl.ist. Bei 21 Tonnen Gesamtgewicht sind das mal eben 20%+.
Dabei fragt noch Keiner wie die Achsen belastet werden!

Gruss Andreas
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Re: Lastangaben beim Traktor

Beitrag von Eicke » 25. März 2021, 13:48

schon richtig das ganze.
aber anscheinent ist die hydraulik ab werk schon überdeminsionirt.

ich werd mal bei gelegenheit bei reifeisen die achslasten lerh wigen, achsweise drauf fahren.
mal sehen was dabei raus kommt, dna habe ich ja das was ich heben darf das die achse nicht bricht, sind beim Atlanta 45 nicht so stabiel.
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